top of page

Fabian Kuhn: Ein Ehrliches Interview, über Erfolg, Bühnenmomente und die eigene Tour

Updated: 5 days ago

Für Frontlight Magazine hatten wir die Gelegenheit, mit Fabian Kuhn über seine Musik, seinen bisherigen Weg und das zu sprechen, was ihn als Künstler ausmacht. Der 28-jährige Singer-Songwriter kommt aus Köln und ist in der Voreifel aufgewachsen. Seine Herkunft und die damit verbundenen Erinnerungen finden immer wieder ihren Weg in seine Musik.


Fabians Sound bewegt sich zwischen Indie-Folk, Americana und melancholischen Sounds. Seine Songs erzählen von persönlichen Erlebnissen, Freundschaften, Heimat und den kleinen Momenten, die im Leben Spuren hinterlassen. Dabei schafft er es, intime Geschichten mit einem warmen, atmosphärischen Sound zu verbinden.


Mit seiner EP „Constellations“ konnte er bereits auf sich aufmerksam machen. Nun steht der nächste große Schritt bevor: Am 21. August 2026 veröffentlicht er sein Debütalbum „All We’ve Ever Been“.


“Niemand anders weiß so gut wie du, was du möchtest”

Kvor dem Release haben wir mit Fabian Kuhn über Zoom gesprochen und drüber gequatsch wie das Album entstanden ist, welche Geschichten hinter seinen Songs stecken und was ihn auf seinem bisherigen musikalischen Weg geprägt hat.


Fabian Kuhn - "All We've Ever Been"

Manchmal zeigt sich Erfolg erst dann, wenn man aufhört, ihn zu messen.


Fabian Kuhn spricht über die Geschichten hinter seiner Musik, seinen eigenen Weg und die besondere Bedeutung, Menschen mit seinen Songs zu erreichen.


Wie findest du deine Ideen für deine Songs?


Die Ideen finde ich relativ einfach, weil das Dinge sind, die mir im Leben halt passieren. Das sind Menschen, die ich kennengelernt habe, Personen, die ich so entlang des Weges getroffen habe, Dinge, die mir passiert sind. Deswegen, ich muss mich da gar nicht groß hinsetzen und Ideen sammeln, sondern es kommt viel, dass ich das Gefühl habe, das Thema beschäftigt mich so sehr, ich muss das jetzt irgendwie auf Papier bringen


Also, gab es während dem du Songs schreibst einen Moment, in dem du gedacht hast, genau deshalb mache ich Musik?


Ja, definitiv. Ich habe gerade noch einen relativ neuen Song, der ist noch nicht aufgenommen. Und da verarbeite ich sehr viel Persönliches drin, auch ein ganz schlimmer Schicksalsschlag. Und nachdem ich den runtergeschrieben habe, hat es sich so sehr ehrwürdig angefühlt. Und ich hatte so das Gefühl, das war lange überfällig, sich damit auseinanderzusetzen. Und dann habe ich danach wieder gemerkt, wie gut es tut.


Also, wie gut es mir tut, Musik zu machen und Songs zu schreiben, weil das für mich auch einfach so ein mal innehalten, mal einen Schritt zurücknehmen ist, sich mal hinsetzen, sich mal wieder selber befassen mit dem, was einen beschäftigt und da merke ich jedes Mal, also unabhängig von diesem Song, ich merke jedes Mal, dass mir das einfach sehr gut tut.


Ich glaube, das bringt halt auch immer sehr viel, das runterzuschreiben. Zum Beispiel, also ich schreibe das jetzt so gerne in so Poetry-Texte und ich merke auch, dass das viel einfacher ist, als darüber zu reden, da überhaupt diese Worte für zu finden


Die Worte auf Papier zu schreiben ist halt viel, viel einfacher. Deswegen war es halt vorher total komisch, also ganz früher die Sachen halt dann auch vorzusingen. Also ich glaube deswegen, also abseits davon, dass ich nur englische Musik höre, und ganz, ganz wenig deutsche Musik, hat sich bei mir gar nicht so die Frage gestellt, in welcher Sprache ich singen möchte, sondern ich glaube, das ist ein ganz kleiner, ganz kleiner Schutz, weil viele das vielleicht dann doch nicht so auf dem ersten Hören in Deutschland verstehen, wie natürlich jetzt die eigene Muttersprache. Ich verstecke es so, glaube ich ein bisschen hinter der Fremdsprache.


Und ich will englische Musik, ich habe das Gefühl, dass man da so ein bisschen besser nochmal in Worte fassen kann, dass es dann nicht ein bisschen seltsam klingt, wie manchmal im Deutschen, wenn man so versucht, Dinge zusammenzufassen. Irgendwie kann man es, ich funktioniere es im Englischen besser.


Image by Fabian Kuhn via her website


"I've learned a lot just by watching you exist." Und das war dieses "just by watching youuuu" - und das ist halt so schön weil dass eine für andere Personen so eine Wertschätzung da man nur einfach nur beim Zusehen so viel lernen kann und Ich finde, das kann man auch generell auf vieles übertragen”


FABIAN KUHN

Wenn du deinem jüngeren Ich einen Rat geben könntest, welcher wäre es?


Das ist eine sehr gute Frage. Wenn ich meinem jüngeren Ich einen Rat geben könnte, wäre das einfach dranzubleiben und zu wissen, dass alles aus dem Grund passiert. Das hat sich die letzten Jahre bei mir sehr gezeigt. Also wenn etwas auf den ersten Blick vielleicht nicht klappt, war das immer der Grund dafür, weil danach etwas Größeres kam.


Was danach mein Leben eigentlich viel mehr bereichert hat, als die erste Situation überhaupt hätte. Deswegen mein Rat an mich selber, mach immer weiter, bleib dir selber treu und glaub daran, dass alles gut wird, weil es wird alles gut.


"Das macht Spaß, das ist cool, aber das ist für mich wahre Erfolg. Wenn du Leute so berühren kannst"

Der eigene Weg beginnt mit Vertrauen


Sehr schön. Was würdest du jemandem, der gerade seinen Traum anfängt, also ob es jetzt Musik ist oder sonst was, was würdest du denen für einen Rat geben?


Auf jeden Fall. Also wenn du etwas hast, wofür du morgens aufstehst, weil du dafür brennst, dann lass dir erstmal von keinem irgendwas einreden. Ich habe damit heutzutage noch zukämpfen, dass viel zu viele Leute immer eine Meinung zu irgendwelchen Sachen haben. Ich habe mich danach gefragt. Also lasst euch nichts einreden. Ihr seid am nächsten an der Vision, wie ihr sein wollt oder was ihr machen wollt, dran.


Niemand anders weiß so gut wie du, was du möchtest, sei es musikalisch. Niemand kann dir sagen, wie du halt klingen möchtest, außer du selber. Deswegen vertrau dir da. Und das dauert vielleicht länger. Und manchmal, also ich habe das auch ganz oft, dass ich da Entscheidungen hinterfrage, wo ich manchmal denke, war das die richtige, aber ich lebe halt mit der Entscheidung dann, wenn ich jetzt diese Entscheidung treffe, dann ist es halt so, dann lebe ich damit.


Natürlich fragt man sich, hätte man es vielleicht anders machen können, aber du musst dir einfach selber vertrauen. Und andere wollen dir immer deren Schuh mit anziehen. Das ist gar nicht böse gemeint, aber automatisch wird man immer in eine andere Richtung gedrückt. Das ist mein Rat. Einfach nicht beirren lassen. Denken. Alles annehmen, was einen bringt.



Was ist das beste Gefühl, wenn du auf der Bühne stehst?


Das ist auch eine sehr gute Frage. Also das beste Gefühl ist für mich dieser Funke, der überspringt zwischen Publikum und mir gerade so als Support ist es natürlich noch mal schwieriger, weil die Leute kennen dich nicht und es dauert immer so eine gewisse Anzahl an Songs, bis die reinkommen. Die kommen gerade da an und unterhalten sich vielleicht noch, dann hören sie im Hintergrund die Musik und irgendwann haben sie sich mal leer gequatscht, so nach zwei Songs oder drei, je nachdem, dann drehen sie sich um und dann so “ach, ist ja eigentlich ganz schön”


Und ab dann, wenn man merkt, das Publikum ist dabei, sie haben dich halt eingeordnet, sie können mit einem was anfangen, sie finden einen gut, das ist für mich das schönste Moment, wenn sich dann so ein bisschen die Energien hochschaukeln.


Also unabhängig davon, ob ich mit meiner Band auf der Bühne stehe, mit meiner Gitarre, ich finde aber das, wenn der Funke überspringt, und dann gibt es halt Momente, da springt der Funke extrem über. Und dann gibt es Momente, da springt der Funke auch über, aber ein bisschen weniger. Und es ist ein ganz, ganz verrücktes Gefühl von Energie in einem Raum.

Das ist für mich mein Highlight eigentlich wenn man merkt, da ist Leben im Raum.


Wie hat es sich für dich angefühlt, als du bei Millichamp in Köln gemerkt hast, dass da viel mehr Energy ist, weil du hast ja davon geredet, dass normalerweise eher Erwachsenere Menschen bei deinen Shows sind. Wie war da so der Unterschied zu der Crowd jetzt bei Millichamp?


Das war zum Beispiel etwas ganz Besonderes, weil das war so ein Abend, das hat viele Strophen gedauert, dann ist der Funko schon übergesprungen. Und das sind so Abende, das ist ganz, ganz selten und das ist etwas ganz Besonderes, deswegen vergesse ich das auch nie mehr. Und da war so eine krasse Energie im Raum. Also das war alles, was ich gegeben habe, kommt doppelt und dreifach zurück. Und manchmal ist das so, man gibt und gibt und die Leute nehmen es an. Da kommt nicht so viel zurück, aber das war so etwas, ich hätte nicht gesagt, “Hey” und ihr sagt ganz laut hey gesagt ja immer gesteigert gegenseitig hochgeschaukelt und das war was ganz Besonderes. Das war wirklich was, das werde ich nicht mehr vergessen. Und danach jagt man jetzt so innerlich ein bisschen. Man will das wieder haben, weil es ist ein total schönes, wertschätzendes Gefühl.


Ja, eigentlich schon, aber leider ist das mittlerweile nicht mehr immer so,dass die Supportacts geschätzt werden.


Ich weiß noch nicht, woher das kommt. Man zahlt ja mittlerweile viel Geld für Konzertkarten und die Leute wollen vielleicht einfach den Main-Act sehen und sich dann nicht noch vorher anhören. Ich für meinen Teil denke mir, wenn ich Geld dafür bezahlt habe, dann will ich so viel wie möglich für meine Konzertkarten nehmen.


Ja, so sehe ich das eigentlich auch.


Aber jeder Mensch ist einfach ein bisschen anders und das ist ja okay und das ist auch gut so. Aber umso schöner und erfreulicher war natürlich dann die Überraschung an diesem Abend. Das war echt ein sehr schönes Gefühl. Danke schön nochmal.


Erfolg-was bedeutet es für ihn


Gerne. Was hat sich die Bedeutung Erfolg für dich, seitdem du Musik machst, verändert? Also die Definition von Erfolg.


Definitiv.


Ich mache schon Musik, seitdem ich auf der Welt bin. Mit zwei habe ich überall angefangen, umzutrommeln, mit sechs hatte ich Schlagzeug und so weiter. Das begleitet mich mein ganzes Leben. Früher war das so, wenn ich mal groß bin, das ist eigentlich auch eine schöne Anekdote, ich habe früher immer ganz viel diese Rock am Ring übertragen und geguckt. Das war 2004, 2005, als ich gerade in Linkin Park mit ihren ersten Alben unterwegs war und die dann da gespielt haben, so als Headliner. Das war so, boah, wow.


Das war für mich dann ein Erfolg. Der Erfolg hat sich aber mit den Jahren total verändert. Weil diese diese Arbeit als Musiker gerade, wenn man kein Team dahinter hat, keine Agentur, kein Management, kein Songwriting, kein Producing, sondern alles selber macht, dann sind das ganz anderer Erfolge, die man feiert.


Mein schönster Erfolg in letzter Zeit war eigentlich, ich hatte bei irgendeinem Songrelease das Gefühl, meine Musik erreicht die Leute einfach nicht. Ich weiß nicht, woran es liegt, aber den Leuten wird es nicht ausgespielt. Ich kann nicht einschätzen, warum die Streams jetzt nicht so sind, wie ich es mir natürlich wünsche, was auch Quatsch ist, aber irgendwie war ich in dem Moment total gefrustet und dann habe ich in der Sekunde eine Nachricht bekommen von einer Person, die hat mir so einen schönen Text geschrieben zu meinem neuen Song, der dann rausgekommen ist und ich hatte das Gefühl, ach, es wartet doch eh keiner drauf. Doch, es warten Leute drauf. Und es ist einfach total eingebildet von mir zu denken oder mir zu sagen, dass das nicht so ist. Weil es gibt Leute, die warten auf meine Musik und das zu erkennen, das ist eigentlich der größte Erfolg, weil ich das einfach mal gecheckt habe.


Es gibt wirklich Menschen, die meine Musik gerne hören, abseits von Freunden und Bekannten und das halt zu akzeptieren, dass ich da auch eine Verpflichtung habe, dabei zu bleiben und das für die Menschen zu tun, die auf meine Konzerte kommen die sich Mühe geben, die Sachen vorbereiten, die sich Songs hören, die auswendig lernen, die auf neue Musik warten, die sich Tickets kaufen. Das war für mich dann so ein Shift. Das macht Spaß, das ist cool, aber das ist für mich wahre Erfolg. Wenn du Leute so berühren kannst...


...Dass sie halt dazu gewollt sind, Reisen auf sich zu nehmen, Geld auszugeben, Zeit zu reservieren in ihrem Leben, was eh schon vollgepackt ist mit Terminen, das ist bei allen so. Und dass sie dir dann noch den Platz geben, in ihrer Freizeit, in ihrer geringen Freizeit in der Woche, sie begeistern zu dürfen.


Das ist sehr schön. Welche Textzeile von deinen Songs bedeutet dir am meisten?


Also die Texteile, die mir aktuell am meisten etwas bedeutet, ist auch so der Albumtitel. Das ist eine Zeile aus dem Song Freight Train. Und dann ist es mehr so eine Frage “is this all we've ever been?” Und ich finde das ist so schön bezeichnend für so das ganze Leben. Also für jegliche Personenkonstellation, für Beziehungen, für eine Person selber. Also ist das alles so wie ich je war oder je bin. Und es ist so einfach dieses totale Hinterfragen. Und das finde ich sehr, sehr schön. Und deswegen ist es auch ein Teil dieses Albumtitels geworden. Das klingt sehr groß, ist es auch eine sehr große Frage. Wo kann es auf eine Liebesbeziehung, auf eine Beziehung zu Freunde, Familie, eine Beziehung zu dir selber, deine Beziehung zu anderen Leuten auf der Arbeit, im Privatleben beziehen und das Ja, das ist glaube ich, schon eine sehr interessante Aussage auch, wenn man sich darüber auseinandersetzt.


Ja, es ist die Definition von einer großen Frage, wozu man ganz viele verschiedene Antworten finden kann. Jeder Mensch ist ja individuell. Wie würdest du deine Musik beschreiben, wenn dich jemand fragt, der deine Musik vorher noch nie gehört hat?


Die hat sich auch nochmal sehr gewandelt in den letzten Jahren. Ich würde sagen, die ersten Songs waren sehr indie-pop-lastig, würde ich jetzt behaupten, mit einem schönen Folkeinschlag. Mittlerweile rutscht es aber immer mehr in so ein Americana-Folk-Ding, würde ich so sagen. Ich würde sagen, klingt halt ungeschönt, so ein bisschen staubig und ja, gerade Rauch. Also das sind ja Texte, die sehr aus dem leben sind einfach. Ich glaube, das Drumherum ist auch einfach nicht hochglanzpoliert, es hat einfach Ecken und Kanten. Es ist handgemacht und dadurch ein bisschen staubig, etwas rauer, aber trotzdem sehr harmonisch, würde ich so beschreiben.


Also das beschreibe ich sehr gut.


Weich, staubig und ein bisschen rau, aber trotzdem sehr warm und herzlich und ehrlich. Aber ich glaube, das andere trifft es schon sehr gut.


Ja, das beschreibt es sehr gut. Kannst du dich noch an deinen ersten Auftritt erinnern? Wie war das für dich?


Also ich habe schon ganz früh angefangen, Straßenmusik zu machen. Ich habe davor mit meinem Bruder, der spielt Gitarre, der ist ein paar Jahre älter als ich, haben wir auch im Senioren-Nachmittag mal Musik gemacht in meinem Heimatdorf. Da war ich sechs Jahre alt. Dann hatte ich ja so gewisse Vorspiele bei der Musikschule einmal im Jahr. So Vorspiele von dem, was man jetzt wieder gelernt hat. Deswegen, das würde ich jetzt mal beiseite packen. Und so den allerersten Auftritt, hatte ich 2017 in einem kleinen Café und das war irgendwie was sehr besonderes weil ich habe kurz vorher meinen ersten Song rausgebracht und da haben dann einfach die Leute wirklich laut mitgesungen, als ich den gespielt habe. Und ich war davon so überwältigt und wusste halt innerlich so, ich wusste ja eh schon, ich will das machen. Und ich mache das auch total gerne. Aber das war dann nochmal die Bestätigung. Ich dachte mir so, ja, das kann funktionieren. Und ja, das hat mich bis heute begleitet. Und man denkt einfach noch sehr oft gerne dann zurück, die erste Arbeit und das Spielen, das war natürlich Straßenmusik. Das war, ich hab schon angefangen mit 12 mitzumachen. Aber so als richtiger erster Auftritt mit Beleuchtung auf der Bühne, mit Publikum, mit eigenen Songs, das war auf jeden Fall das. Und das war ich noch ganz besonders.


Seine eigene Tour steht vor der Tür


So, und jetzt gehst du im Oktober selber auf Tour. Wie fühlt es sich an? Worauf freust du dich am meisten?


Definitiv. Ich bin gerade noch total nervös und bisschen ängstlich in Anführungszeichen, also es kann ja nichts passieren, also es soll passieren. Aber ich habe da einfach einen großen Respekt davor, dass Menschen, wie ich schon sagte, Geld für meine Kunst ausgeben und ich möchte denen halt die bestmögliche Zeit geben und ich will dem einfach gerecht werden und da eine gute Show abliefern und das ist so der innere Anspruch und der Druck, den ich mir da einfach gerade mache und da stecke ich so ein bisschen drin.


Auf der anderen Seite ist das ein unglaublich schönes Gefühl und das Rückblicken auf all die Jahre. Ich mache ja nicht nur unter Fabian Kuhn Musik, sondern ich habe Jahre davor auch in einer anderen Band gespielt und ich mache das wirklich schon ganz lange. Und die Entwicklung zu sehen dadurch in den letzten Jahren, dass es immer voran ging und das jetzt in einer Tour dieses Jahr mündet, das ist halt mehr als hätte ich mir je träumen können. Das ist für mich der Erfolg, den ich mir immer gewünscht habe.


Ja, also da ist so viel Vorfreude drin. Es ist auch noch viel Organisation. Ich muss auch noch ganz viel machen. Ich telefoniere auch den ganzen Tag ganz viel. Aber es ist alles, da bin ich nicht der Einzige, der diese Probleme hat, sage ich mal. So geht es allen. Aber das ist schon etwas ganz Besonderes. Einerseits hoffe ich, dass es eigentlich 35 Termine wären. Andererseits bin ich einfach froh, dass es erstmal nur vier sind, um zu gucken, wie funktioniert das alles. Ja, ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns da sehen.


Gibt es einen Quote, den dir jemand gesagt hat oder den du mal gelesen hast, wonach du lebst und der dir besonders viel Mut gibt?


Ja. Ich guck mal, ich hol kurz was. Ich hab mal von einem ganz besonderen Menschen eine Nachricht bekommen. Die hab ich jeden Tag bei mir im Rucksack dabei. Und bei allen Konzerten und alles, was ich so mache und da ist ein Satz drin, der wird dir vielleicht bekannt vorkommen, weil der war nachher ein ganz großer Inspirationsstein für den Song "Lighthouse". Und das ist jetzt nicht das, wonach ich lebe, aber der hat mir viel gegeben und gibt mir immer viel, deswegen hab ich den dabei. "I've learned a lot just by watching you exist." Und das war dieses "just by watching youuuu" und das ist halt so schön weil dass eine für andere Personen so eine Wertschätzung da man nur einfach nur beim Zusehen so viel lernen kann.


Und Ich finde, das kann man auch generell auf vieles übertragen. Ich glaube, das meiste im Leben kann man sich einfach durch Gucken und Zuschauen und mit offenen Augen durch die Welt gehen, aneignen und übernehmen. Ich habe jetzt so keine Quote, nach der ich lebe, aber ich glaube, das ist einfach so die Einstellung, die ich habe, dadurch auch ein bisschen. Und dieser Zettel hat das wesentlich geprägt auf jeden Fall.


Was war bisher dein Lieblingsmoment bei einer Show?


Also tatsächlich zwei Moment , einmal ich einen Superfan in Frankfurt und der versucht immer zu kommen wenn er es irgendwie schafft. Und er hat dann irgenwann mal so ein Plakat hochgehalten “Dankeschön Fabian” und es war in dem Moment so besonders, weil es mir so viel bedeutet. Und dass merke ich einfach. Und dann kürzlich in Köln bei “The rions” da wurden Plakate hochgehalten.


*Beide lachen*


Die liegen auch hier vorne. Und das war für mich auch so ein Moment wo ich mir dachte “wow krass” sich da die Mühe zu machen und dann nochmal auf deine Eingangsfrage zu kommen was Erfolg ist. Das ist Erfolg. Wenn Leute in ihrer Freizeit Sachen gestalten, basteln und sich Gedanken machen dann ist es der größte Erfolg den man haben kann. Der rest kommt halt schon.



  • Fabian Kuhn


"Also wenn etwas auf den ersten Blick vielleicht nicht klappt, war das immer der Grund dafür, weil danach etwas Größeres kam."





Fabiann Kuhn - originally taken by Ann-Katharin Humberg
Image By: Ann-Kathrin Humberg

About the artist


FABIAN KUHN ist ein Singer-Songwriter aus Köln, dessen Musik zwischen Indie-Folk, Americana und Pop ihren ganz eigenen Klang findet. Aufgewachsen in der Voreifel, verbindet Kuhn eingängige Melodien, ehrliche Texte und warme, handgemachte Arrangements mit einer bittersüßen Mischung aus Melancholie und Hoffnung. Seine Songs sind persönlich, ungeschönt und erzählen von Freundschaft, Herkunft, Beziehungen, Selbstzweifeln und der Suche nach dem eigenen Weg.


Schon früh begann Kuhn, eigene Songs zu schreiben und Musik zu machen. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann entschied er sich bewusst gegen den vorgezeichneten Weg und zog nach Köln, um sich vollständig der Musik zu widmen. Seitdem hat er sich unabhängig eine stetig wachsende Karriere aufgebaut – mit Auftritten im ZDF-Morgenmagazin, einer Support-Tour durch Deutschland mit der US-Künstlerin Sophie Auster, über einer Million YouTube-Aufrufen für „Unsaid“, Radio-Placements bei SWR3 und Deutschlandfunk Nova sowie einer Nominierung für den popNRW Award 2024 als „Best Newcomer“.


Mit seinem Debütalbum All We’ve Ever Been (21. August 2026) schlägt Kuhn nun das nächste Kapitel auf. Der Albumtitel – eine Frage aus seinem Song „Freight Train“: „Is this all we've ever been?“ – spiegelt seine Art wider, das eigene Leben, Beziehungen und die eigene Entwicklung immer wieder zu hinterfragen. Unterstützt von Matt Kelly von City & Colour an der Pedal-Steel-Gitarre verbindet das Album persönliche Geschichten mit einem warmen, rauen Americana-Sound. Und während seine erste eigene Tour vor der Tür steht, definiert Kuhn Erfolg längst nicht mehr nur über Zahlen oder große Bühnen, sondern über die Menschen, die zuhören, wiederkommen und seine Musik zu einem Teil ihres eigenen Lebens machen.


Streamen & Folgen

Auf allen Plattformen: @fabiankuhnmusic | fabiankuhnmusic.com


Comments

Rated 0 out of 5 stars.
No ratings yet

Add a rating

© 2026 Frontlight Magazine. All rights reserved.
No part of this publication may be reproduced without prior written permission.

All images and content are property of Frontlight Magazine's contributors unless otherwise stated.

DCrew Logo

In alliance with DCrew Audiovisual

  • LinkedIn
  • Instagram
bottom of page